Wakeboarden Lernen – Lerntagebuch Juli

Von Matthias am 21. August 2015

Hallo Boardnerds, es ist wieder Zeit für mein Tagebuch und dieses mal kann ich euch die Frage beantworten wie lange das Wakeboarden lernen denn so dauert! Nach einem enttäuschten zweiten Lernmonat im Juni  war der Juli um Welten besser und auch wesentlich motivierender. Nachdem ich mich vom Schock des verflixten zweiten Monats erholt hatte und auch alle Löcher und Platzer meines Boards versorgt waren stand ich pünktlich am 02. Juli wieder an den Toren des Wakeboard-Lifts. Insgesamt war ich in diesem Monat aber nur 8 mal fahren. Das lag an der 2 wöchigen Sperre des Lifts aufgrund eines schrecklichen Unfalls. Dazu gibts hier mehr Infos!

Wakeboarden lernen - Lerntagebuch by Power-Blog

Wakeboarden lernen – Lerntagebuch by Power-Blog

Wakeboarden lernen dauert…

… naja, wie du dir vorstellen kannst, ist das doch nicht ganz so einfach zu beantworten. ABER, wenn du einigermaßen talentiert bist und auch noch andere Boardsportarten wie Snowboarden, Longboarden oder ähnliches betreibst hast du einen entschiedenen Vorteil. Dann kommt es auch noch darauf an wie oft du fahren gehst. Ich war in dieser Saison bisher 30 mal zwischen 1 Stunde und „dem ganzen Tag“ fahren und ich kann dir sagen: Da geht schon ordentlich was voran! Doch für die Anfänger unter uns:

Power-Blog Empfehlung: Für kalte Tage am Wasser hab ich immer meinen Surfponcho von Atlantic Shore mit! Sozial verträglich hergestellt kann ich das Handtuch zum Anziehen echt empfehlen!

Die ersten 2 Stundenkarten bringen dich nicht einmal zur Kurve? – Völlig normal!

Natürlich gibt es Ausnahmetalente die es sofort hinbekommen aber um fahren zu lernen rechnest du am Besten mit 2-4 Einheiten. Das bedeutet im besten Fall Tageskarten aber auch 2 Stunden sind ok. Bei einer Stundenkarten hast du bei viel Betrieb unter Umständen nur 4-5 Versuche und kommst über den Start nicht hinaus! Das frustriert beim Wakeboarden lernen und zieht dich einfach nur runter. Deshalb solltest du dir für dein Training ausreichend Zeit nehmen um deine Motivation nicht zu verlieren.

Wakeboarden richtig gut lernen dauert…

… noch ein wenig länger! Aber wie gesagt, ich war in diesem Jahr 30 Mal Wakeboarden und habe wirklich viel gelernt und mein Board dabei ganz schön strapaziert. Ich hoffe es hält noch bis zum Ende der Saison – Alle meine Instagramer hüten allerdings schon ein Geheimnis. Aber zurück zum Thema was ich in diesen 30 Einheiten beim Projekt „Wakeboarden lernen“ geschafft habe:

  • Der Ralley Start
    Der Grund warum ich im Juli dermaßen motiviert war, war weil ich es endlich geschafft habe einen Ralley Start zu stehen. Wie der aussieht seht ihr hier, ich warte derweil!
    Das Ganze ging sogar relativ flott, man braucht nur eine unglaubliche Kraft im Latissimus und in den Bauchmuskeln. Ganz wichtig ist dabei das Vertrauen sich nach vorne ziehen zu lassen und dabei gleichzeitig stark abzuspringen, aber hierbei nach oben und nicht nach vorne. Außerdem ist das Detail die Hantel wieder zur Hüfte zu ziehen entscheidend, denn nur so entsteht die Pendelbewegung die euer Board wieder aufs Wasser bringt. Wer das nicht macht, wird unweigerlich mit der Front zu steil ins Wasser eintauchen und stürzen. Diesen Start zu stehen war mit Abstand das Geilste was ich im Juli schaffte und war den absolut schlimmsten Muskelkater der Saison definitiv wert!
    TIPP: Versucht den Absprung bei wenig Betrieb ein paar Mal ohne Board um die Bewegung zu verstehen und übt sie trocken immer wieder ein. Nur so verinnerlicht ihr den Bewegungsablauf und das gilt übrigens auch für alle anderen Bewegungen die in „Fleisch und Blut“ übergehen sollen.
  • 360° am Slider
    … oder auch Pussybox, wie Sie am Lift liebevoll genannt wird, war zwar einer der einfachsten, aber auch überwindungsreichsten Fortschritte in diesem Monat. Denn ich hatte das Problem, dass ich zwar zwei Drittel der Drehung problemlos schaffte, den Handle Pass aber gedanklich nicht bewältigen konnte. Ich hatte einfach Angst die Drehung nicht zu schaffen und deshalb backside das Wasser zu küssen. Ich denke das Problem haben Einige! Den einzigen Tipp, den ich euch geben kann ist, euch leicht nach vorne zu beugen und in die Knie zu gehen, denn dann war der Handle Pass wesentlich leichter, weil der Schwerpunkt besser lag. War auf jeden Fall ein geiles Gefühl den gestanden zu haben und mittlerweile ist er auch kein Problem mehr. Also beim Wakeboarden lernen einfach mal Vertrauen in euch haben.
  • Kicker Fun
    Die Cabler am Lift prophezeiten mir schon nach den ersten beiden Wochen, dass der Kicker nach dem ersten Versuch gar nicht mehr so schlimm ist und das entspricht auch absolut der Wahrheit! Da muss man sich einfach mal trauen! Das meine Meinung nach wichtigste am Kicker ist das aktive abspringen denn nur so erreicht man eine Höhe, mit der man auch wirklich Graps und Drehungen schafft.

    Wakeboarden lernen - Lerntagebuch by Power-Blog

    Wakeboarden lernen – Lerntagebuch by Power-Blog

    Auf dem Foto passierte das nur eine Millisekunde zuvor – und ja ich weiß, da hätte ein größeres Objektiv hergehört. Bevor du also Tricks angehst, solltest du versuchen, möglichst weit und hoch springen zu können, denn dann sind Tail Graps, Indies sowie 180°s kein Problem. Das alles mache ich mittlerweile ohne Stürze, an den 360° über den Kicker konnte ich mich aber noch nicht wagen.

Für alle, die immer noch lesen gibts hier noch ein kleines Special, denn Anfang Juli hatte ich beim Bodypainting Festival, seit Langem mal wieder die Möglichkeit am Wörthersee hinter einem Boot zu wakeboarden. Vor- und Nachteile sowie Fotos gibts dann dort!

Das wars auch schon mit diesem Lerntagebuch und ich hoffe meine mega Motivation kam bei euch an, denn an alle die gerade an irgendeiner Herausforderung arbeiten: Schmerzen gehören zum Lernen dazu, aber es gibt am Lift keine Probleme, sondern nur Herausforderungen! (Danke an Liz für diesen guten Rat!)

Boardnerd Community, stay tuned and board your way!