Parken auf der Donauinsel – 36€ Lehrgeld war da noch günstig

Parken auf der Donauinsel – 36€ Lehrgeld war da noch günstig

Von Matthias am 11. Juni 2017

Hey liebe Board- und Beardnerds – dieses mal gibt es was persönliches von mir, nämlich ein Statement zum Parken auf der Donauinsel. Gerade wenn es richtig heiß wird – heute hatten wir 26 Grad – drängen unglaubliche Menschenmassen auf die Donauinsel um im beliebtesten Naherholungsgebiet von Wien das Wochenende zu genießen. Die Donauinsel hat zwar zwei gute öffentliche U-Bahn Anbindungen, mit Parkplätzen siehts aber eher dürftig aus. Im übrigen wurde aber auch mit City-Bikes und Bussen rund um die Donauinsel gespart.

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Parken auf der Donauinsel – so halt nicht

Hier mal ein Suchbild: Was kostete mich 36€ Busgeld und hätte auch zu einer Anzeige führen können?

Parken auf der Donauinsel - was kostete mich 36€

Parken auf der Donauinsel – was kostete mich 36€

Es ist zwar nicht schwer ersichtlich, aber ich stehe und parke auf diesem Bild in der Wiese und das ist nun mal absolut und strengstens verboten. Gut, dachte ich mir, das kann ich ja irgendwo noch einsehen und suche das Gespräch mit den netten Beamten, dem Freund und Helfer, die mich nicht mal darauf hingewiesen haben, sondern schlicht und ergreifend einfach mein Kennzeichnen notiert haben. Ich war nämlich die ganze Zeit bei Benjamin.

Ich gehe also hin und frage nach der Rechtslage. Ausgesprochen unhöflich und unfreundlich kontert eine Beamtin: „Na das is Wiese, sehen`s doch! Und den Führerschein werma hoffentlich auch haben, oder? – „Ja schon, aber ganz verstehen tu ich das nicht. Da war kein Einfahrt verboten oder so? Und auch kein Halten oder Parken verboten oder irgendwas? Und das hier sieht schwer nach einer Gemeinschaftsstraße aus!“ – „Na isses aber keine““ sagte die Beamtin „Des is a Radweg“. „Ahh ja“, dachte ich mir und wechselte von der Beifahrer zur Fahrertür. Vielleicht war der Beamte am Steuer bei 30° im Schatten noch eher bei einem respektvolleren Ton und vor allem konstruktiven Informationen.

Das soll einen Gehsteig markieren? Ernsthaft!?

Der Beamte war wesentlich freundlicher und hatte einen hieb und stichfesten Beweis =) Er „behauptete“, dass keine gesonderte Ausschilderung nötig sei, denn diese Bodenwelle markiere eindeutig den Gehsteig und dieser dürfe quer nicht befahren werden. Ernsthaft? Das soll einen Gehsteig markieren:

Parken auf der Donauinsel - Das markiert den Gehsteig und damit auch ein Einfahrverbot

Parken auf der Donauinsel – Das markiert den Gehsteig und damit auch ein Einfahrverbot

Aufgrund meiner bisherigen Schilderung formuliere ich mal folgende Vermutung: Kann es sein, dass hier aus gutem Grund nicht eindeutig ausgeschildert und gekennzeichnet wird? Dabei möchte ich aber keinesfalls mit dem Finger auf die Polizei zeigen, die ja nur ihre Arbeit machen. Aber durchaus zeigt mein Finger hier in Richtung der Verantwortlichen in der Stadtregierung. Mehr Parkmöglichkeiten rund um die Donauinsel wären bestimmt nicht unklug und eine klare, wenn auch doppelt oder mehrfache, Ausschilderung wäre zumindest fair.

Abgesehen davon, behaupteten beide Beamten, dass keine Markierung des Rad- und Fußgängerwegs von Nöten sei, da ab dem Parkplatz der Bereich zur Donauinsel Uferpromenade zählt und deshalb zum Naherholungsgebiet gehört. Ja und wer weiß das auswendig außer eure kleinen schwarzen Büchern mit Paragrafen?! Wenn überhaupt das?

Ich, für meinen Teil, habe wieder was sinnfreies gelernt und auch meinen ersten Strafzettel 2017 gezahlt. Sollte als Förderbeitrag wohl reichen 😉

Matthias und sein Busgeld von der Polizeit

Matthias und sein Busgeld von der Polizeit

Freut mich, dass du den Artikel bis zum Ende gelesen hast. Wenn du mehr von mir und meiner Welt lesen und hören möchtest dann folge mir doch auch auf Instagram, Facebook und Youtube. Oder lies meine Artikel über die City Wave Anlage in Wien, meine Erfahrungen am Wakeboardlift Wien, und über meine selbst gebaute Longboard Wandhalterung.

 

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Matthias

Ich bin 25 Jahre alt, stamme aus der belebten Universitätsstadt Leoben in der Steiermark und lebe derzeit in Wien, wo ich für eine große digitale Marketing-Agentur tätig bin. Habe mit 10 Jahren zu Snowboarden begonnen und seither haben mich alle Arten von Boards in ihren Bann gezogen. Derzeit stehe ich meist auf meinem Longboard, das ich liebevoll Kiwi nenne und meinem Wakeboard. Eine andere meiner Leidenschaften ist das Wind – und Kitesurfen aber auch das Wellenreiten, welches sich in Österreich leider nur eingeschränkt ausüben lässt! Ich beherrsche nicht alles perfekt, liebe aber das Gefühl auf einem Board zu stehen und bin grundsätzlich eher Freerider als Freestyler.

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19 Kommentare zu “Parken auf der Donauinsel – 36€ Lehrgeld war da noch günstig”

  1. Tony T sagt:

    Fahr mit der U-Bahn…

    1. Matthias sagt:

      Dazu ist mein Bus einfach zu geil!!! Oder hast du einen privaten Kühlschrank in deiner Wakeboardtasche mit 😉
      Aber ja – das ist auch DER Vorteil vom Wiener Wakeobardlift.

  2. Katalin sagt:

    🙂 ich habe das Gefühl, dass in Wien auf Schritt und Tritt Strafzettel verteilt werden, meistens von unhöflichen Beamten! Wir wohnen seit 1Jahr in Wien (Österreich) und schon haben wir über 300€ (!!) für Fahrradfelinte bezahlen müssen. Die Lebenswerteste Stadt der Welt 🙂 Hmmm, vielleicht in viel n Hinsichten. Nachholbedarf?? ja, auf vielen Gebieten 🙂
    http://www.disawistories.com

    1. Matthias sagt:

      300€ für Verstöße beim Fahrradfahren? Ernsthaft?! Und was ist das so?
      Ich weiß ja, warum ich nicht Rad fahre 😛
      Danke für deinen Kommentar =)

  3. Ramona sagt:

    Hey mein Lieber! Also das ist ja mal krass, ich finde auf keinen Fall, dass dies eim Gehsteig, bzw. ein Gehweg darstellt! Da sieht man mal wieder, wie sehr es eine Stadt nötig hat mit Dingen Geld zu verdienen, die total überflüßig sind und eben nur als Ausbeute gelten!

    Liebe Grüße!

    1. Matthias sagt:

      Danke, dass du den Kern so zusammengefasst hast! Genau das wollte ich mit dem Artikel eigentlich aussagen! =) =) =)
      Schön, dass mich noch jemand versteht!!!

  4. Ganz oft hilft nur atmen und als Erfahrung abhaken …

    1. Matthias sagt:

      Stimmt. Lehrgeld halt…

  5. Doris sagt:

    Was für eine Geschichte – einerseits könnte man sich tierisch aufregen (wenn ich du wäre) andererseits finde ich es echt lustig! Kenne einige solche Geschichten und deshalb immer mit Humor nehmen auch wenn das echt teuer „Spaß“ ist. 😀

    Liebste Grüße

    1. Matthias sagt:

      Das stimmt schon – besser mit Humor nehmen. 36€ sind jetzt nicht die Welt – aber immerhin eine Tageskarte am Wakeboardlift.
      Danke fürs Aufheitern! =)

  6. Hallo toller Beitrag immer weiter so lg kathi

  7. Lisa sagt:

    Was man nicht alles für einen Bus (mit Kühlschrank!) macht. 🙂

    Liebe Grüße
    Lisa

    1. Matthias sagt:

      Sehr richtig! 🙂 hahahahah! Toller Kommentar, danke! =)

  8. Sigrid Braun sagt:

    Ich find deinen Benjamin ja total super. Meinst du nicht du solltest das Kennzeichen vom Polizeiauto unkenntlich machen, nicht das du nochmal bezahlst.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    1. Matthias sagt:

      Muss man das denn machen? – Was wäre denn da der Vorwurf wenn ich das nicht mache?
      Huch – immer diese Gesetzteshüter 😛

  9. Jasmin sagt:

    Manchmal muss man nicht alles verstehen. 😉 Das Selfie mit dem Bus finde ich übrigens auch mega gut.

    1. Matthias sagt:

      Ohhh danke! Ich bin beim Selfie-machen immer noch unsicher xD Aber es wird besser. Dein Kommentar hilft =)

  10. Ohje, beim Parken sind sie in Wien überall happig, aber so richtig! Kann echt anstrengend sein, wenn man sich jedes Mal Sorgen machen muss …

    1. Matthias sagt:

      Ja, voll! Was mir aber am meisten am Nerv ging war, dass es nirgendwo gekennzeichnet ist. Und auf Nachfrage meinten die Beamten: „Naja, Führerschein werns jo gmocht hom!“ – Einfach unfreundlich und so gar nicht hilfreich.

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