Das Vanlife leben – der Weg in die absolute Freiheit

Das Vanlife leben – der Weg in die absolute Freiheit

Von Matthias am 22. Dezember 2017

Vanlife – der Weg in die absolute Freiheit

Ok, der Titel mag etwas irreführend sein, denn auch das Vanlife kennt Grenzen. Aber das Nomadenleben im Bus, Van oder Kombi ermöglicht doch recht viele Freiheiten und ein ganz neues Lebensgefühl. Kein Wunder also, dass diese Art zu leben momentan boomt. Durch ferne Länder fahren, weitgehend ungebunden sein, mitten in der Natur übernachten und alles Materielle und den schnöden Alltag einfach hinter sich lassen. Das klingt für dich attraktiv? Dann ist ein Vanlife vielleicht auch etwas für dich.

Das Vanlife

Früher waren es US-amerikanische Hippies, heute sind es internationale Web-Nomaden, die das Leben im Minibus ausprobieren. Unter dem Hashtag Vanlife versammelt sich mittlerweile eine riesige Community, die aus Singles, Pärchen und auch Familien mit Kindern besteht. Die meisten von ihnen entscheiden sich für das Leben im Bus, weil sie die persönliche Unabhängigkeit lockt. Der Boom begann in den USA und hat nun auch Europa erreicht. Wer einmal etwas anderes als den immer gleichen Job und die Mietwohnung in der City ausprobieren möchte, kauft sich einen Van und baut ihn so nach seinen Vorstellungen um, dass man darin leben kann. Die meisten Vanlifer sind zwischen 20 und 35 und reisen mit ihrem Fahrzeug dem guten Wetter hinterher. Für viele ist es ein Hobby, das sie mit Ersparnissen finanzieren. Andere haben ihr gesamtes Hab und Gut verkauft, um sich den Traum von einem Nomaden-Lifestyle zu erfüllen. Schließlich entfallen in Zukunft die Kosten für Wohnungsmiete und Co. Doch ist ein Vanlife wirklich so günstig?

Natürlich gibt es auch auf Reisen vieles, das Geld kostet. Zum einen ist da der Van, der Treibstoff und manchmal auch eine Reparatur benötigt. Zum anderen fallen die Kosten für Lebensmittel und die üblichen Dinge des täglichen Bedarfs nicht einfach weg. Einige Vanlifer finanzieren ihr Nomadenleben, indem sie Blogposts schreiben oder Fotos verkaufen. Vanlifer wie Emily King, die als Influencerin gilt und mit wheresmyofficenow inzwischen Tausende Dollar durch Sponsoring verdient, führen ein Vanlife zwischen Hobby- und Business-Travelling. Viele Vanlifer werben online für Campingartikel, Ferienresorts oder Chips-Hersteller. Andere veröffentlichen eigene eBooks, machen Präsentationen oder geben Interviews. Das funktioniert gut, denn für ein Vanlife interessieren sich Menschen weltweit.

… ist auch anstrengend

Das Leben als Vanlifer ist nicht immer so harmonisch, wie es die sonnigen Fotos mit dem Meer im Hintergrund vermuten lassen. Ein Vanlife ist anstrengend. Immerhin muss man so manchem abschwören, von dem man mal meinte, niemals darauf verzichten zu können. Kreativität ist gefragt, wenn es darum geht, Lieblingserinnerungen mitzunehmen oder das Innere des Vans zu schmücken – schließlich ist der Platz mehr als begrenzt und Wände zum Aufhängen von Bildern gibt es nicht. Wohin also mit den Erinnerungsfotos von Daheimgebliebenem und lieben Freunden? Die Lösung: Alltagsgegenstände – zum Beispiel den Autoschlüssel oder eine Handyhülle – mit dem Lieblingsbild selbst designen, schon hat man Erinnerungsstücke mit Mehrwert. Und dies entspricht schließlich so ganz dem minimalistischen Lebensstil.

Übrigens: Erfinder von #vanlife ist der Amerikaner Foster Huntington, der 2001 seinen Designerjob bei Ralph Lauren in New York kündigte, um fortan ein Nomadenleben im Bus zu führen.


Bildrechte: Flickr The Happy Freedom Rainbow Warrior Inspiration Exclamation Hippy Dippy Travel Van moonjazz CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Matthias

Ich bin 25 Jahre alt, stamme aus der belebten Universitätsstadt Leoben in der Steiermark und lebe derzeit in Wien, wo ich für eine große digitale Marketing-Agentur tätig bin. Habe mit 10 Jahren zu Snowboarden begonnen und seither haben mich alle Arten von Boards in ihren Bann gezogen. Derzeit stehe ich meist auf meinem Longboard, das ich liebevoll Kiwi nenne und meinem Wakeboard. Eine andere meiner Leidenschaften ist das Wind – und Kitesurfen aber auch das Wellenreiten, welches sich in Österreich leider nur eingeschränkt ausüben lässt! Ich beherrsche nicht alles perfekt, liebe aber das Gefühl auf einem Board zu stehen und bin grundsätzlich eher Freerider als Freestyler.

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