Airbnb als Gastgeber – Gäste ghosten wie Tinder Matches

Von Matthias am 22. August 2017

Bei Airbnb als Gastgeber gelistet zu sein ist lustig & herausfordernd zugleich und in diesem Blogbeitrag schreibe ich über meine Erfahrungen als Airbnb Host. Seitdem meine beiden Mitbewohner für einen Monat nach Sri Lanka geflogen sind, hüte ich unsere Wohnung und vermiete die beiden freistehenden Zimmer. Da ich das noch niemals gemacht habe, kommen auch allerlei lustige bzw. unlustige Situationen zustande. In meinem ersten Artikel habe ich über lustige, aufgeweckte und offene Airbnb Gäste aus Neuseeland geschrieben. Wir waren sogar gemeinsam auf Sightseeing Tour. Dieses Mal geht es darum, dass Airbnb Gäste teilweise härter ghosten als so mancher Tinder Match.

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Die Grundregeln: „Bitte anklopfen!“ – „Nein, unser Badezimmer kann man nicht zusperren.“ – „Ja, die Haustüre ist etwas eigenartig.“ – „Ja, dass muss ich erwähnen.“

Airbnb Gäste, die du niemals sehen wirst

Die Kommunikation mit den Gästen aus Frankreich (oder einem anderen, französisch sprechenden Land) war von Anfang an sehr wortkarg aber dennoch klar und verständlich. Da sie um die Mittagszeit ankamen, vereinbarten wir die Schlüsselübergabe vor meinem Büro. Dort sah ich das Pärchen zum ersten Mal. Grundsätzlich waren wir uns alle recht sympathisch und ich hatte keine weiteren Bedenken. Nach den wichtigsten Grundregeln wie: „Bitte anklopfen“ – „Nein, unser Badezimmer kann man nicht zusperren“ – „Ja, die Haustüre ist etwas eigenartig“ – übergab ich ihnen den Schlüssel und wünschte ihnen eine tolle Zeit in Wien.

Airbnb als Gastgeber - Gäste ghosten wie Tinder Matches

Airbnb als Gastgeber – Gäste ghosten wie Tinder Matches

Als ich Abends nach Hause kam, war die Wohnungstüre offen bzw. eben nicht versperrt. Unsere Türe fällt nämlich nicht ins Schloss. Nach einem kurzen Moment des Schreckens, entdeckte ich die niedlichen Schuhe in Größe 38 die vor der Zimmertür meiner Mitbewohnerin standen. Die Küche war offensichtlich benutzt aber ordentlich hinterlassen worden. Ich zog mich also in mein Zimmer zurück. Am nächsten Tag um 8 Uhr, begann ich den Tag wie jeden Morgen mit einer Dusche. Am Weg ins Badezimmer war noch alles wie gestern, als ich zurückkam waren die Schuhe weg. Jemand hat sich also quasi aus der Wohnung geschlichen. Am Abend dann dasselbe Spielchen noch mal. Ich kam nach Hause, keine Schuhe da! 2 Stunden später waren Schuhe da und die Türe zum Zimmer wie immer geschlossen. Das ganze zog sich über insgesamt 3 Tage. Da ich die Gäste einfach nicht mehr zu Gesicht bekam, gab es nun weder ein Foto noch eine persönliche Schlüsselübergabe.

Airbnb als Host – Ein Kommen und Gehen

Diese war sowohl eigenartig als auch richtig einfach. Ich schrieb den Gästen, dass sie den Schlüssel nach Verlassen der Wohnung einfach in unser Postkasterl werfen sollen. Antwort bekam ich keine, der Schlüssel war aber wie vereinbart im Postkasten. Nun könnte ich wie in American Pie feststellen, dass alle abgehauen sind ich nun alleine in meinem Zimmer aufwachte. Ja, ich wurde benutzt und geghostet, aber zumindest auch gut dafür bezahlt. Na dann kümmere ich mich mal um die Bettwäsche und bin gespannt, welche Airbnb Gäste meine Wohnung noch stürmen würden.

Freut mich, dass du den Artikel bis zum Ende gelesen hast. Wenn du mehr von mir und meiner Welt lesen und hören möchtest dann folge mir doch auch auf Instagram, Facebook und Youtube. Oder lies meine Artikel über meinen Strafzettel auf der Donauinselmeine Erfahrungen als Airbnb Gastgeber, oder wie ich mal mein Wakeboard zerstört habe.

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Matthias

Ich bin 25 Jahre alt, stamme aus der belebten Universitätsstadt Leoben in der Steiermark und lebe derzeit in Wien, wo ich für eine große digitale Marketing-Agentur tätig bin. Habe mit 10 Jahren zu Snowboarden begonnen und seither haben mich alle Arten von Boards in ihren Bann gezogen. Derzeit stehe ich meist auf meinem Longboard, das ich liebevoll Kiwi nenne und meinem Wakeboard. Eine andere meiner Leidenschaften ist das Wind – und Kitesurfen aber auch das Wellenreiten, welches sich in Österreich leider nur eingeschränkt ausüben lässt! Ich beherrsche nicht alles perfekt, liebe aber das Gefühl auf einem Board zu stehen und bin grundsätzlich eher Freerider als Freestyler.

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19 Kommentare zu “Airbnb als Gastgeber – Gäste ghosten wie Tinder Matches”

  1. Sarah sagt:

    Ach ja, das ghosten. 😀 Ich muss sagen, dass ich beides nachvollziehen kann. Sowohl, dass es schön wäre seine „Gäste“ mal zu Gesicht zu bekommen und vielleicht ein wenig zu quatschen als auch, dass es Reisende gibt, die lieber für sich bleiben. Ich selber zähle mich auch nicht unbedingt zu den geselligen Menschen. 😀
    Aber sehr humorvoll und spannend geschrieben. Werde direkt noch mal deine anderen Berichte durchstöbern.

    Viele Grüße
    Sarah von DamnCharming

  2. Heidi sagt:

    Klingt auf jeden Fall ziemlich amüsant, allerdings muss ich zugeben, dass ich das glaub ich nicht dauerhaft machen könnte. Hatte meine Wohnung mal untervermietet – mach ich nie wieder…
    Liebste Grüße,
    Heidi von http://www.wilderminds.de

  3. Danie sagt:

    Das ist ja genial, wobei ich sagen muss, dass ich mein Haus/Wohnung/Zimmer nie vermieten würde, da ich das schon etwas komisch finde, wenn „Fremde“ in meinem Bett schlafen usw.

    Wobei als Frau ist man da ohnehin vorsichtiger 🙂

    LG Danie

  4. Ich finde das super lustig zu lesen. Vielleicht solltest du wiklich ein Buch über die lustigsten und natürlich auch unlustigsten Geschichten schreiben 😀
    Für mich wäre es der absolute Horror, fremde Menschen in meinem Haus wohnen zu lassen. Ich kann da einfach nicht aus meiner Haut 🙂

    Liebe Grüße
    Nadine von http://www.tantedine.de

  5. Jill sagt:

    Das würde ich absolut unheimlich finden. Ist zwar schön wenn man Gäste hat, die nicht nerven oder anstrengend sind. Jedoch eine kleine Antwort zum Schlüssel fände ich ja schon schön. Trotzdem eine Interessante Erfahrung 🙂

  6. Lisa sagt:

    Hallo,

    das liest sich aber sehr interessant. Und auch, wenn es definitiv etwas seltsam war – es gibt sicher unangenehmere Gäste 😉

    Beste Grüße,
    Lisa

  7. Sigrid Braun sagt:

    Sehr interessanter und auch humorvoller Post. Ich überlege schon länger eine Wohnung in meinem Haus als Airbnb Gastgeber zu vermieten.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  8. Katta sagt:

    Es könnte schlimmer sein! Jeder Mensch ist nun einmal anders und solange sich an die Regeln gehalten wird, finde ich es ok!

  9. Serin sagt:

    Das finde ich irgendwie echt merkwürdig. Wenn ich keine Lust habe „mit“ jemandem in der Airbnb Wohnung zu wohnen, dann miete ich einfach eine ganze Unterkunft an, oder?

  10. Avaganza sagt:

    Hallo Matthias,
    es scheint als ob man als Host einiges erlebt. Das mit den Schuhen klingt lustig und witzig dass ihr auch nie zu Gesicht bekommen habt.
    Ich bin mal gespannt auf deine nächsten Geschichten!
    Liebe Grüße und schönen Abend
    Verena

  11. Hey.
    Ich habe absolut keine Ahnung, was dieses Ghosten ist oder das Airbnb. Werde mich mal mehr darüber belesen aber scheint ja interessant zu klingen, wenn gleich auf etwas komisch, da Fremde im eigenen Haus sind.

    Liebste Grüße,
    Sandra.

    1. Matthias sagt:

      Also ghosten bezeichnet die Tatsache, dass sich jemand nach einem Date einfach nicht mehr meldet und Airbnb ist eien Plattform wo du deinen freien Wohnraum vermieten kannst. 🙂 Ist ganz cool!

  12. Saso sagt:

    Total interessant, vor allem da ich selbst auch schon das Angebot von Airbnb in Anspruch genommen habe. 🙂 Gibt da wohl gute und schlechte Erfahrungen. Schade, dass ich damals in der Nähe von Frankfurt gleich am nächsten Tag wieder abgefahren bin, weil es mir nicht gut ging. Höchstwahrscheinlich hat der Gastgeber sich auch komisch gefühlt, aber ich hatte zum Glück einen Zettel hinterlassen. Danke für deinen Beitrag dazu, macht Spaß ihn zu lesen! 😀
    Liebe Grüße
    Saso

  13. Sam Cadosch sagt:

    Mega cool geschrieben der Blogpost! 🙂

    Lustig, was es so für verschiedene Menschentypen gibt – war für dich bestimmt ne mega komische Situation 😀

  14. Jacqueline sagt:

    Hallo Mathias

    Das sind tolle Geschichten! Danke Dir!

    Ich war noch nie ein Airbnb Gastgeber oder Bewohner, klingt aber super!

    Hab einen schönen Tag!

    LG
    Jacqueline

  15. Reloves.de sagt:

    Ein Ghost als Gast ist doch eigentlich die Idealvorstellung eines Airbnb-Touristen. Ich finde, es hätte Dich schlimmer treffen können.
    Liebe Grüße
    Regina

    1. Matthias sagt:

      Haha – das ist nicht so falsch 😛 Allerdings war es nach meinem ersten Airbnb Erlebnis doch etwas ganz anderes.

  16. shadownlight sagt:

    Hey,
    irgendwie finde ich das ne tolle Sache, aber irgendwie würde ich mir auch komisch vorkommen wenn fremde Leute in der Wohnung sind, vor allem, wenn ich sie nicht mal zu Gesicht bekomme.
    Liebe Grüße!

  17. Ich hab echt schonmal überlegt für die Buchmesse über airbnb zu buchen, war dann immer zu feige zu „fremden“ Menschen zu gehen … Vielleicht sollte ich doch mal über meinen Schatten springen…

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