Airbnb als Host – Einen Monat mit vielen Besuchern – Erfahrungsbericht

Airbnb als Host – Einen Monat mit vielen Besuchern – Erfahrungsbericht

Von Matthias am 5. August 2017

Airbnb als Host zu betreiben ist doch irgendwie anders als nur in einem Hotel abzusteigen. Da meine Mitbewohner für einen Monat nach Sri Lanka geflohen sind, habe ich nun die ehrenwerte Aufgabe unsere Wohnung als Airbnb Gastgeber zu vermieten. Dazu mal ein paar Ereignisse, Erfahrungen und Skurilitäten. Denn mittlerweile ist der erste Tag bzw. die erste Nacht meiner ersten neuseeländischen Gäste zu Ende und es gibt schon mächtig was zu erzählen.

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Warum fragt er mich um ein Uhr Nachts ob er meinen Balkon benutzten kann? Ohne vorher zu klopfen!!!

Mal im Ernst: Ist „an der Türe klopfen bevor man reingeht“ nicht eine universelle Höflichkeitsform die man eigentlich bei guter Erziehung hätte verinnerlicht haben soll? Nichts desto trotz stand gegen ein Uhr Nachts plötzlich Raz in meiner Tür und schaute erst mal aus wie ein betrunkener Autobus. Als sein von Alkohol getränktes Gehirn dann die Meldung erhielt, dass das vielleicht nicht so fein ist, schlich er sich ohne was zu sagen wieder raus. War schon ein bisschen eigenartig.

Airbnb als Host - Raz und Emilio aus Neuseeland

Airbnb als Host – Raz und Emilio aus Neuseeland

Einige Minuten später nahm ich vom Balkon zwei Stimmen wahr. (Unser Balkon ist per Fenster eigentlich auch von seinem Zimmer aus erreichbar). Die zwei Stimmen waren aber nicht die, von Raz und Emillio sondern vielmehr von Raz und einer Frauenstimme. Er nahm also eine Eroberung mit in sein für 2 Tage gemietetes Zimmer von Airbnb. Nachträglich bin ich jetzt draufgekommen, dass man auf solche Umstände in Airbnb Anzeigen direkt hinweist: „Keine Eroberungen oder Sex-Dates“ mitbringen. Gut zu wissen!

Als ich am nächsten Tag aufstand lagen Raz und Emillio ein wenig „wasted“ in ihren Betten. Von der mitgebrachten Abendbelustigung war keine Spur zu entdecken. Einer von Ihnen musste sie in der Nacht bzw. früh morgens aus der Wohnung gelassen haben. Ich stand jedenfalls mit einem Kaffee und einem hemischen Lächeln in der Küche und lachte die beiden erst mal aus. Auch wenn ich mich hier ein bisschen künstlich aufrege. Die beiden sind zwei 22-jährige Studenten aus Neuseeland und auf Interrail hier. Wer bin ich ihm eine gute Story zu verwehren – zumal ich ja auch was zu erzählen habe!

Selfie über Wien - Die Aussicht von der Gloriette

Selfie über Wien – Die Aussicht von der Gloriette

Airbnb als Host und Fremdenführer in einem?

Ich lebe ja selbst erst seit 2-3 Jahren in Wien und hab das Schloss Schönbrunn selbst noch nie von innen gesehen. Aber ich kenne die ein oder andere coole Rooftop Bar für den abendlichen Gin Tonic. Ich denke also, dass wir hier die Interessen bündeln können und ich meinen Samstag nicht alleine verbringen muss. Wir machen uns jetzt erst mal auf nach Schönbrunn und begeben uns auf die Spuren unserer Monarchie von denen ja selbst ich nur bedingt fundiertes Wissen habe.

Der Tag im Schloss Schönbrunn war eigentlich wirklich sehr informativ und ich glaube es hat Ihnen auch wirklich gefallen. Jetzt gehts noch mal nach Hause in die Wohnung am Prater und dann gehts vielleicht noch mal in die Stadt. Immerhin will man das Jung sein genießen, neue Leute kennenlernen und Spaß haben. Wenn man dabei noch ein bisschen betrunken ist, ist das ganze auch noch ein wenig lustiger.

Airbnb als Host - Die Gloriette muss man mal gesehen haben

Airbnb als Host – Die Gloriette muss man mal gesehen haben

Airbnb als Host - Ein Foto vom Foto machen

Airbnb als Host – Ein Foto vom Foto machen

Airbnb als Host - Schloss Schönbrunn

Airbnb als Host – Schloss Schönbrunn

Freut mich, dass du den Artikel bis zum Ende gelesen hast. Wenn du mehr von mir und meiner Welt lesen und hören möchtest dann folge mir doch auch auf Instagram, Facebook und Youtube. Oder lies meine Artikel über meinen Strafzettel auf der Donauinsel, meine Erfahrungen am Wakeboardlift Wien, oder die Testberichte verschiedener Rasierer.

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Matthias

Ich bin 25 Jahre alt, stamme aus der belebten Universitätsstadt Leoben in der Steiermark und lebe derzeit in Wien, wo ich für eine große digitale Marketing-Agentur tätig bin. Habe mit 10 Jahren zu Snowboarden begonnen und seither haben mich alle Arten von Boards in ihren Bann gezogen. Derzeit stehe ich meist auf meinem Longboard, das ich liebevoll Kiwi nenne und meinem Wakeboard. Eine andere meiner Leidenschaften ist das Wind – und Kitesurfen aber auch das Wellenreiten, welches sich in Österreich leider nur eingeschränkt ausüben lässt! Ich beherrsche nicht alles perfekt, liebe aber das Gefühl auf einem Board zu stehen und bin grundsätzlich eher Freerider als Freestyler.

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26 Kommentare zu “Airbnb als Host – Einen Monat mit vielen Besuchern – Erfahrungsbericht”

  1. Anna sagt:

    Wir lieben Airbnb auch! Wir haben schon sooo soo coole Leute darüber kennengelernt, die uns dann wieder die tollsten Orte gezeigt haben, an die wir sonst NIEMALS gekommen wären. Haben absolute Insidertipps für alles mögliche bekommen & würden schon zum essen eingeladen, typisch traditionell versteht sich! 🙂
    Immer wieder eine Buchung wert 🙂

    Grüße aus Bratislava 🙂

    1. Matthias sagt:

      Kann ich dir absolut und vollkommen zustimmen! =)

  2. Sehr cool! Ich werde im Januar das erste Mal als Gast in Airbnb unterkommen und bin schon etwas aufgeregt und hoffe, dass alles cool wird. Ich weiß nicht, ob ich als Gastgeber ein gutes Gefühl hätte…dafür bin ich zu spießig 😉

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

    1. Matthias sagt:

      Haha! Aber gut, dass du das selbst so einschätzen kannst. Es ist ja auch echt nicht für jeden und der zusätzlich Haushalt macht sich für mich alleine schon bemerkbar.
      Viel Spaß bei deinem ersten Airbnb! =)

  3. Sarah sagt:

    Hehe hört sich ja ganz unterhaltsam an, hoffe du hast bei anderen Gästen auch so viel Spaß. Ich drücke die Daumen!

    Grüße

  4. Klemens sagt:

    Toller Artikel und interessantes Thema! Ich habe auch schon mal mit dem Gedanken gespielt ein „Host“ für AirBnB zu werden. Bisher habe ich mich aber noch nicht getraut.

    Ich bin gespannt was du demnächst noch für Geschichten von deinen Mitbewohnern hast.

    LG Klemens

    1. Matthias sagt:

      Die Serie wird in diesem Monat definitiv weitergeführt und ich hab vor, noch einige coole Kleinigkeiten anzugehen.
      Im Grunde muss ich aber sagen, dass alles halb so wild ist. Für den zusätzlichen Aufwand bekommt man ja auch Geld =)

  5. Cynthia sagt:

    Haha, sehr witzig. Ich wäre wohl nicht so locker geblieben, aber du hast recht: Warum eine gute Story verhindern. LG 🙂

  6. Liam sagt:

    Ich habe bis jetzt erst Erfahrungen von Besuchern gehört. Ist auch gut, mal etwas von der anderen Seite zu erfahren!

  7. Serena sagt:

    Hallo Matthias,

    toller und zugleich auch witziger Artikel 😁
    Ich habe auch schon oft überlegt als AirBnB Gast mal die eine oder andere Stadt zu erkunden, habe es allerdings bisher noch nicht ausprobiert 🙂 Man lernt auf jeden Fall neue Leute kennen und auch das Land sieht man mit anderen Augen und hält sicherlich den einen oder anderen Insider-Tipp 😁
    Toller Beitrag 🙂

    Liebe Grüße, Serena

  8. Karolina sagt:

    Hey ein sehr lustiger Beitrag, mich würden mehr von solchen Geschichten definitiv interessieren 😀 Ich selbst werde das Airbnb Ende dieser Woche testen – nicht als Host, sondern als Urlauberin. da bin ich schon gespannt, wie es so sein wird.
    Glg,
    Karolina

    https://kardiaserena.at

  9. Lena sagt:

    Hi
    Was für eine witziger und interessante Beitrag. Ich wäre wohl nicht so ruhig geblieben, aber hey, dafür hast du jetzt eine lustige Story. Ich könnte wohl nie ein Zimmer in meiner Wohnung an Fremde vermieten, weil ich irgendwie Angst hätte, dass sie sich als total Crazy outen(hat vermutlich auch damit zu tun, dass ich komische Leute wie ein Magnet anziehe). Ansonsten bin ich ein riesiger Airbnb Fan.
    Liebe Grüsse Lena

  10. Die eigenen 4 Wände zu vermieten wäre nichts für mich. Dennoch finde ich deine Geschichte witzig und bin schon auf eine Fortsetzung gespannt.

    Ich wusste gar nicht, dass man auf das Dach der Gloriette rauf kann. 🙂

    Liebe Grüße,
    Nicoletta-Maria

    1. Matthias sagt:

      Mega toller Ausblick! Solltest du unbedingt machen!!! =)
      Weitere Geschichten folgen natürlich!

  11. Simone Orlik sagt:

    Ohhh, das interessiert mich auch. Wir haben nämlich im Haus eine ganze Ebene, die eigentlich nicht nur genutzt wird, wenn Gäste kommen. Wie ist das denn in der Regel: Nutzen die die eigene Küche mit (also quasi wie eine temporäre WG) oder wie funktioniert das? Ich bin gespannt auf weitere Geschichten! Falls du mal Engländer zu Besuch hast, könntest du auf meinem Blog einen Gastbeitrag dazu schreiben, so unter der Rubrik „Typisch britisch“ 🙂 – viele Grüße, Simone

    1. Matthias sagt:

      Hallo Simone,

      also wie du das mit deinen Gästen handhabst bleibt eigentlich ganz dir überlassen. Aber wenn diese eine Etage keine Küche hat, dann musst du reinschreiben, dass es für die Gäste keine Kochmöglichkeiten gibt. Das wiederum könnte abschrecken. Ich für meinen Teil hab bisher eigentlich nur gute Erfahrungen mit den Gästen und der Küche gemacht. Aber klar, den Geschirrspüler ausräumen tut dir eigentlich niemand! 😛 Also es ist schon Arbeit – aber man bekommt ja auch Geld dafür.

  12. Puderperlen sagt:

    Was für eine Story! Ich wäre an deiner Stelle bestimmt nicht so cool und entspannt geblieben 😉

    Viele Grüße, Larissa

  13. Sigrid Braun sagt:

    Ich habe auch schon des überlegt mein fast ständig freies Gästezimmer zu vermieten. Muss mich mal schlau machen, wie das mir AirBnB funktioniert.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    1. Matthias sagt:

      Ist wirklich ziemlich einfach!
      Du musst nur auf Steuer und Hotel bzw. diese Kommunalabgabe achten. Ansonsten ist es wirklich easy und man glaubt echt nicht, wie viel man damit eigentlich verdienen kann! 🙂

  14. Jil sagt:

    Na das beginnt ja schon mal ganz schön abenteuerlich. Bin gespannt, was Du noch so zu berichten hast. Ich wünsche Dir viel Spaß als Gastgeber!
    Beste Grüße
    Jil

  15. Haha super Bericht! Ich find ja, solche Alltagsstories sind am lustigsten zu lesen/hören 😀
    Alles Liebe, Theresa

  16. Die Erfahrungen klingen fast so, als könnte man alleine mit dem Thema ein ganzes Blog betreiben. Sponsore wäre ja auch schnell gefunden. Sicher, dass du die Mitbewohnerin wieder einlässt?😂

    1. Matthias sagt:

      Unterm Strich waren die beiden wirklich cool! =)
      Und ja, ich denke auch das man hier genügend Geschichten für ein ganzes Blog zusammentragen kann. Wäre bestimmt sehr amüsant! 😛

  17. Heidi sagt:

    Hahaha ich glaube mit deinen AirBNB Leuten wird es auch nie langweilig oder 😀 aber ich hätte mich ja bedankt, wenn der plötzlich in meinem Schlafzimmer gestanden hätte 😀
    Liebste Grüße,
    Heidi von http://www.wilderminds.de

  18. Avaganza sagt:

    Lieber Matthias,

    also die eigenen 4 Wände zu vermieten wäre gar nichts für mich … das hätte ich auch in meiner Jugend nicht so gerne gemacht. Aber wenn man der Typ dazu ist, ist das sicherlich cool. Man lernt viele Menschen kennen und hat auch das ein oder andere tolle Erlebnis. Sie wie du als Fremdenführer ;-).

    Liebe Grüße
    Verena

    1. Matthias sagt:

      Hallo Verena,
      da ich ja ohnehin in einer WG mit viel Besuch lebe und meine Roomis gerade nicht da sind, ist eigentlich eine ganz nette Abwechselung =)

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